Anschluss der Telefonanlage – welche Systeme gibt es?

Welche Möglichkeiten für den Anschluss einer Telefonanlage stehen Verbrauchern zur Verfügung? Eine Antwort auf diese Frage sowie Ratschläge zur Eignung bestimmter Systeme für Privatleute und Unternehmen finden Sie hier auf Elektro-Fachmann.org!

Anschluss-Telefonanlage
Welche Anschluss-Möglichkeiten für Telefonanlagen am besten geeignet sind, hängt vor allem davon ab, ob es sich beim Endverbraucher um eine Privatperson oder um ein Unternehmen handelt. © RainerSturm / pixelio.de

Eine Telefonanlage ist eine Einrichtung, die die Verbindung mehrerer Endgeräte (Telefon, Fax, Anrufbeantworter) sowie einen Anschluss an das öffentliche Telefonnetz ermöglicht. Früher wurden sowohl interne als auch externe Verbindungen noch manuell mit sogenannten Stöpseln hergestellt. Die Entwicklung verlief dann über elektronische und digitale Techniken, heutzutage kommen immer mehr virtuelle IP-basierte (Internet-Protokoll) Systeme zum Einsatz. Damit stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten für einen Anschluss der Telefonanlage für Privathaushalte und Unternehmen zur Verfügung stehen.

Welche Anschluss-Möglichkeiten für Telefonanlagen bestehen?

Der Anschluss einer Telefonanlage kann über diverse Systeme erfolgen. Am häufigsten sind dies analoge oder ISDN-Anschlüsse, wobei die Nutzung der VoIP-Telefonie im Zeitalter des Internets immer mehr zunimmt.

Ein analoger Telefonanschluss erlaubt nur eine Verbindung, also ein Gespräch, zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dem Kunden gehört rechtlich gesehen eine feste Rufnummer, welche er auch beim Wechsel des Telefonanbieters mitnehmen kann. Der Anbieter schließt eine TAE-Dose (Teilnehmer Anschluss Einheit) bereit, falls diese nicht ohnehin schon installiert ist. Daran können vom Endkunden das analoge Telefon (mit oder ohne Kabel) sowie zwei weitere Nebengeräte (Fax, Modem, Anrufbeantworter) angeschlossen werden.

Typischerweise erlaubt ein ISDN-Anschluss der Telefonanlage, dass zwei Verbindungen zum selben Zeitpunkt hergestellt werden können. Wenn nicht anders beim Anbieter beantragt, erhält der Verbraucher standardmäßig drei verschiedene Rufnummern. Spezielle ISDN-Systeme erlauben jedoch sogar bis zu 30 Parallelgespräche. Dafür muss ein mitgeliefertes Netzabschlussgerät (NTBA) in die vorhandene TAE-Dose eingesteckt werden. Falls die Anzahl der Anschlüsse der NTBA nicht ausreicht, oder der NTBA zu weit vom Einsatzort entfernt ist, kann darüber hinaus die Verlegung von ISDN-Dosen notwendig werden.

VoIP-Telefonie (Voice over IP) erfolgt über das Internet. Die Anzahl der möglichen Parallelverbindungen hängt von der verfügbaren Bandbreite des DSL-Anschlusses ab, welcher gleichzeitig Voraussetzung für diesen Anschluss der Telefonanlage ist. Dazu muss ein VoIP-Adapter mit dem Router verbunden werden. An diesen Adapter können dann handelsübliche Endgeräte angeschlossen werden. Darüber hinaus sind VoIP-Telefone erhältich, welche über einen integrierten Adapter verfügen.

Anschluss der Telefonanlage im privaten und betrieblichen Umfeld

Da an den Anschluss der Telefonanlage in einem Privathaushalt andere Anforderungen gestellt werden als an einen im Unternehmen, empfiehlt sich Folgendes: Für Privathaushalte genügt ein Analog- bzw. ein einfacher ISDN-Anschluss, wobei erstere Variante die einfachste ist, da so gut wie kein Verständnis für den Anschluss selbst erforderlich ist. Für kleine Unternehmen hingegen bietet sich ein ISDN-Anschluss an, da dieser mehrere Rufnummern beinhaltet und mehrere Gespräche zur gleichen Zeit ermöglicht. Für große und wachsende Unternehmen (mit Blick in die Zukunft) bieten sich spezielle ISDN-Anschlüsse an beziehungsweise Systeme, die sich erweitern lassen. Vor allem aber kommt VoIP-Telefonie infrage, da sie offener und kompatibler hinsichtlich Komponenten wie Betriebssystemen, Servern, Protokollen und Endgeräten ist.

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