Steckdosen in Frankreich: Der Betrieb deutscher Geräte erfordert den richtigen Adapter

Urlaub in Frankreich, die Sonne scheint, Sie freuen sich darauf, den Tag zu beginnen – aber weder Föhn, noch Rasierer passen in die Steckdose! Wie in vielen Nachbarländern unterscheidet sich auch in Frankreich der Stromanschluss von dem in Deutschland. Wann ein Adapter für Ihren Frankreich-Aufenthalt nötig ist, erfahren Sie auf Elektro-Fachmann.org.

Steckdosen Frankreich
Die Aussparung oben bietet Platz für den Kontaktstift, der bei Steckdosen in Frankreich zusätzlich vorhanden ist. © BIRD-Perspektive

Im Gegensatz zu den in Deutschland verbreiteten Schuko-Steckern und -Steckdosen, auch CEE 7/4 oder Stecker-Typ F genannt, ist in Frankreich der Stecker-Typ E (CEE 7/5) geläufig. Dieser unterscheidet sich im Aufbau deutlich von den deutschen Steckern und Steckdosen: Zusätzlich zu den beiden Kontaktstiften für Außenleiter und Neutralleiter, die sich am Stecker selbst befinden, gibt es einen Schutzleiterstift, der in der Steckdose angebracht ist. Die Stecker, die in solche Steckdosen passen sollen, müssen also an der vorgesehenen Stelle eine Kontaktöffnung haben. Für genauere Informationen über Aufbau und Anschluss von Steckdosen in Deutschland lesen Sie auch diesen Artikel zum Thema.

 

Stecker-Typen, die passen

Neben den französischen Steckern sind auch einige weitere Stecker mit den Steckdosen in Frankreich kompatibel:

  • Manche Ausführungen des Schuko-Steckers (CEE 7/7) sind mit einem Rezeptor für französische Steckdosen versehen und können daher verwendet werden.
  • Die sogenannten Konturenstecker (CEE 7/17) sind eigens dafür konzipiert, auch mit französischen Steckdosen genutzt werden zu können: Sie haben an der entsprechenden Stelle eine Aussparung, die Platz für den Kontaktstift lässt.
  • Eurostecker sind schmal genug, um an dem Kontaktstift vorbei eingesteckt zu werden. Häufig finden sich diese an neueren Elektrogeräten geringer Spannung, aber auch als Verbindungsstecker an Steckdosenleisten.

Achtung:
Sowohl bei Konturensteckern als auch bei Eurosteckern ist hier keine Erdung gegeben, da keine Verbindung mit dem Kontaktstift der Steckdose besteht. Ein derart angeschlossenes Gerät kann also ungesichert unter Strom stehen, wenn es defekt sein sollte.

 

Der richtige Adapter

Für den normalen Schuko-Stecker ist aber ein Adapter unerlässlich. Solche Adapter gibt es in verschiedenen Ausführungen: Einfache Steckverbindungen, die die deutschen Stecker an die Steckdosen in Frankreich anpassen, erhält man schon für ca. 2 Euro. Häufiger und praktischer sind Reisestecker, die gleich mehrere Adapter für unterschiedliche Länder bieten. Bei diesen Adaptersammlungen sind regelmäßig auch die entsprechenden Anschlüsse für Steckdosen in Italien, Großbritannien und Dänemark enthalten – den Ländern, die ebenfalls ein vom deutschen abweichendes Steckersystem haben. Je nach Anbieter und Ausstattung kostet ein Reisestecker-Set zwischen 5 und 25 Euro.

Unser Tipp:
Haben Sie eine Steckdosenleiste oder auch eine Schalter-Steckdose zu Hause, überprüfen Sie einmal, mit welchem Stecker diese angeschlossen werden. Handelt es sich um einen der kompatiblen Stecker, können Sie anstelle eines Adapters auch die Steckdosenleiste bzw. Schalter-Steckdose verwenden. Alles Wissenswerte zu Schalter-Steckdosen finden Sie hier auf unserem Portal.

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