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Du bist hier: Startseite » Sicherheitselektronik » Den passenden Feuermelder auswählen: auf die Sensortechnik kommt es an

Ein Feuermelder löst im Fall eines Wohnungsbrandes automatisch Alarm aus. Dadurch kann er Leben retten. Doch welche Art des Brandmelders eignet sich am besten für Ihre Bedürfnisse? Und was gibt es bei der Montage zu beachten? Antworten auf diese Fragen hat Elektro-Fachmann.org im folgenden Artikel für Sie zusammengestellt.

Handelsüblicher Feuermelder an einer Zimmerdecke.

In Wohnräumen werden Feuermelder zumeist zentral an der Decke angebracht. © Jenn Durfey by Flickr.com

Wer einen Feuermelder an Wand oder Decke installieren möchte, kann sich zwischen verschiedenen Systemen entscheiden. Den Unterschied macht hierbei das Funktionsprinzip der Sensortechnik. Grundsätzlich lassen sich 3 Arten von automatischen Brandmeldeanlagen unterscheiden: Rauchgasmelder, Wärmemelder und Flammenmelder.

Rauchgasmelder

Das größte Risiko bei einem Wohnungsbrand geht von den giftigen Verbrennungsdämpfen aus. Häufig breiten sie sich schon vor der Entstehung offener Flammen aus und werden so zur tödlichen Gefahr.

Rauchgasmelder sind Feuermelder, die mit einem auf Verbrennungsgas reagierenden Sensor ausgestattet sind. Bei einer erhöhten Konzentration von Kohlenmonoxid reagiert der Melder, woraufhin ein Alarm ausgelöst wird. Wenn Sie sich detaillierter über die Funktionsweise und die Einsatzgebiete von Rauchmeldern informieren möchten, finden Sie hier mehr zum Thema.

Wärmemelder

Feuermelder, die mit einem Wärmesensor ausgestattet sind, werden als Wärmemelder bezeichnet. Sie lösen aus, wenn

  • die Temperatur eines Raumes in kurzer Zeit überdurchschnittlich stark ansteigt oder
  • die Raumtemperatur einen Maximalwert übersteigt.

Die Installation von Wärmemeldern geschieht vorrangig in rauchigen oder staubigen Umgebungen, in denen Rauchmelder zu viele Fehlalarme produzieren würden (zum Beispiel Dampfbäder, Werkstätten oder Raucherräume). Dort dienen sie zumeist dem Sachschutz. Für den Personenschutz werden Wärmemelder in der Regel nicht eingesetzt, da sie zu langsam reagieren.

Flammenmelder

Auch Flammenmelder finden hauptsächlich dort ihren Einsatz, wo aufgrund einer normalen Rauchentwicklung keine Rauchgasmelder verwendet werden können. Ihr Sensor reagiert auf das Infrarot- bis Ultraviolett-Spektrum von Flammen.

Um die Effektivität zu erhöhen, werden Feuermelder solcher Art häufig mit anderen Sensortypen kombiniert (Multikriterienmelder). Diese lösen im Brandfall zwar verlässlicher aus, sind jedoch auch anfälliger für Fehlalarme. Eine regelmäßige Wartung, Funktionsprüfung und Nachjustierung des Alarmgebers kann hierbei die Zuverlässigkeit erhöhen.

Vernetzung von Feuermeldern

Neben der Kombination unterschiedlicher Sensortypen innerhalb eines Gerätes besteht auch die Möglichkeit, mehrere Feuermelder miteinander zu vernetzen. Die Verwendung komplexer Meldesysteme ist insbesondere für größere Industrieanlagen oder mehrstöckige Gebäude sinnvoll, da die akustische Reichweite eines einzelnen Gerätes unter Umständen nicht für eine ganzheitliche Alarmierung ausreicht.

Hierfür lassen sich Brandmeldeanlagen mit einem Funkmechanismus ausstatten: wird ein Sensor aktiviert, lösen auch alle anderen Feuermelder des Systems Alarm aus. Wenn Sie sich weiterführend zu Brandschutzanlagen belesen möchten, finden Sie mehr Wissenswertes rund ums Thema hier auf Elektro-Fachmann.org.

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